Seoul auf der Zunge: Korean BBQ, Bibimbap und Streetfood vom Markt
Seoul isst gerne gemeinsam, laut und ausgiebig. Koreanisches Essen lebt von Balance: scharf und mild, knusprig und weich, dazu immer eine bunte Auswahl an kleinen Beilagen, den Banchan, die unaufgefordert auf den Tisch kommen.
Was du unbedingt probieren solltest
Ein Muss ist Korean BBQ, bei dem du Fleischscheiben selbst auf dem Grill in der Tischmitte gart und in Salatblätter mit Sauce und Knoblauch wickelst. Bibimbap ist eine Schale mit Reis, Gemüse, Ei und Gochujang, die du vor dem Essen kräftig vermengst. Vom Straßenstand kommt Tteokbokki, weiche Reiskuchen in scharf-süßer Sauce. Und Korean Fried Chicken, doppelt frittiert und unwiderstehlich knusprig, gibt es klassisch oder in würziger Yangnyeom-Glasur.
- Korean BBQ: gegrillt wird gemeinsam, am besten zu mehreren
- Bibimbap: im heißen Steintopf wird der Reis am Boden knusprig
- Tteokbokki: ein perfekter Snack für zwischendurch
- Fried Chicken: dazu trinkt man traditionell ein Bier, "Chimaek"
Wo du am besten isst
Der Gwangjang-Markt ist eine Institution, voller Stände mit frischem Bindaetteok (Mungbohnenpfannkuchen), Mandu und herzhaftem Streetfood, an denen sich Einheimische die Plätze teilen. Im Ausgehviertel Hongdae mischen sich junge Cafés, Imbisse und Bars, während Myeongdong abends zur belebten Streetfood-Meile wird.
Ein praktischer Tipp: An den Marktständen sitzt man oft dicht an dicht, teilt sich Tische und bestellt direkt beim Zubereiten. Speisekarten und Aushänge sind häufig nur auf Koreanisch in Hangeul beschriftet, was das Auswählen erschwert. Hier hilft es, die Karte abzufotografieren und übersetzen zu lassen, damit du genau das findest, worauf du Lust hast, und nichts dem Zufall überlässt.
Lass dich von den Aromen treiben, denn Seoul belohnt Neugier mit jeder Schale.
Beste Reisezeit
Frühling, April bis Anfang Juni, und Herbst, Ende September bis Anfang November, sind die klar guten Jahreszeiten: mild, trocken und mit Blüten oder Herbstfarben auf den Bergen rund um die Stadt. Der Sommer bringt echte Hitze und dazu die Regenzeit Jangma im Juli, wenn der Regen in Wänden fällt – dann verdienen überdachte Märkte und Arkaden ihr Geld. Der Winter ist richtig kalt und trocken, und genau dann ergeben brodelnde Eintöpfe, Straßentoast und gegrilltes Fleisch am meisten Sinn. Rund um Seollal und Chuseok schließt vieles und die Stadt fährt nach Hause.
Praktisches vor Ort
Die U-Bahn ist eine der besten der Welt: günstig, durchgehend auch auf Englisch beschildert und bis etwa Mitternacht in Betrieb. Kauf dir in jedem Convenience Store eine T-money-Karte – sie gilt für Metro, Bus und Taxi, und Umstiege zwischen ihnen sind rabattiert. Taxis sind billig und per App leicht zu rufen, besonders nach Betriebsschluss der Bahn. Die Stadt ist hügeliger und größer, als die Karte vermuten lässt, also plane nach Vierteln statt nach Luftlinie. Beilagen sind gratis und werden nachgefüllt – frag danach, statt zu rationieren. Karten werden praktisch überall akzeptiert, auch an Straßenständen. Trinkgeld gibt es nicht.