Paris für Feinschmecker: Croissant, Steak Frites und Käse mit Wein

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Paris macht aus dem Essen eine kleine Zeremonie. Ob das Frühstück mit einem warmen Gebäck oder das lange Abendessen im Bistro, die französische Hauptstadt zelebriert Genuss mit Selbstverständlichkeit und einer guten Portion Lebensart.

Was du unbedingt probieren solltest

Der Tag beginnt mit einem frischen Croissant oder Pain au Chocolat aus der Boulangerie, idealerweise noch lauwarm. Mittags oder abends ist Steak Frites ein Bistro-Klassiker, ein saftiges Steak mit knusprigen Pommes. Mutige probieren Escargots, Weinbergschnecken in Knoblauch-Kräuterbutter. Und kein Besuch ist komplett ohne eine Käseplatte mit einem Glas Wein, am besten regional passend gewählt.

  • Croissant: ein gutes erkennst du an der knusprigen, blättrigen Hülle
  • Steak Frites: sag, wie durch du dein Fleisch magst (saignant, à point)
  • Escargots: das übrige Knoblauchbutter mit Brot auftunken
  • Käse: von mild nach kräftig probieren

Wo du am besten isst

In Vierteln wie Le Marais und Saint-Germain-des-Prés reiht sich ein Bistro ans nächste, dazwischen Cafés mit Terrassen zum Leuteschauen. Für frische Zutaten und Atmosphäre lohnt ein Bummel über Märkte wie den Marché Bastille oder die Markthalle, wo Käse, Charcuterie und Obst verlocken.

Ein praktischer Tipp: Viele Bistros bieten ein Menü mit festem Preis (Formule) für Vor-, Haupt- und Nachspeise, das oft günstiger ist als à la carte. Die Karten sind fast immer nur auf Französisch und mitunter handschriftlich auf einer Tafel notiert, was die Auswahl knifflig macht. Ein Foto der Karte zum Übersetzen nimmt dir die Unsicherheit, sodass du jedes Gericht verstehst und genussvoll bestellst.

Gönn dir in Paris Zeit, denn die schönsten Mahlzeiten dürfen hier ruhig dauern.

Beste Reisezeit

Mai und Juni sowie September und Oktober sind die besten Fenster – mild, lange hell und mit voll genutzten Terrassen vor und nach dem Sommeransturm. Juli und August sind heiß und voll, und eine ganze Reihe von Viertelbistros schließt zwei bis drei Wochen im August, weil die Betreiber selbst Ferien machen; frag vorher nach, wenn du ein bestimmtes Lokal ansteuerst. Der Winter ist grau und kurz belichtet, dafür ehrlich günstiger, und es ist die Saison für lange Mittagessen, überdachte Passagen und Museen ohne Schlange.

Praktisches vor Ort

Die Métro ist dicht und schnell und macht Paris kleiner, als die Karte vermuten lässt: Im Zentrum ist kaum ein Ort mehr als ein paar Gehminuten von einer Station entfernt. Hol dir eine aufladbare Navigo Easy und kaufe Tageskarten oder Zehnerpakete statt Einzelfahrscheine. Busse sind langsamer, aber zum Sehen deutlich besser. In der Rechnung ist die Bedienung enthalten – service compris –, ein Trinkgeld über das Aufrunden hinaus wird nicht erwartet. Bestelle une carafe d'eau, dann kommt Leitungswasser gratis; sagst du nichts, landet eine Flasche auf der Rechnung. Kaffee kostet an der Theke am wenigsten, am Tisch mehr und auf der Terrasse am meisten – alle drei Preise hängen aus.