Shanghai kulinarisch – Xiaolongbao, The Bund und Reisetipps für China

Aktualisiert

Shanghai ist Chinas glamouröse Hafenmetropole, in der Art-déco-Fassaden auf futuristische Wolkenkratzer treffen. Die lokale Küche („Benbang Cai") gilt als eher mild und leicht süßlich – ein angenehmer Kontrast zur Schärfe Sichuans und ein perfekter Einstieg in die chinesische Esskultur.

Die wichtigsten Gerichte

  • Xiaolongbao: die berühmten Suppen-Teigtaschen mit dünner Haut und heißer Brühe im Inneren – am besten vorsichtig anheben, in eine Schale legen, anstechen und die Brühe genießen, bevor du hineinbeißt.
  • Shengjianbao: dickere, am Boden knusprig gebratene Teigtaschen mit saftiger Fleischfüllung – ein klassisches Frühstück.
  • Hongshao Rou: in Sojasauce, Zucker und Reiswein rotbraun geschmorter Schweinebauch, zart und glänzend.
  • Cong You Ban Mian: einfache Nudeln mit aromatischem Frühlingszwiebelöl.

Wo du essen und bummeln solltest

Die Uferpromenade The Bund (Waitan) bietet den ikonischen Blick auf die Skyline von Pudong und ist abends besonders stimmungsvoll. In der Nähe lohnt sich der Altstadtbereich rund um den Yu-Garten, wo traditionelle Teehäuser und berühmte Xiaolongbao-Lokale liegen. Für ein modernes Viertel mit Cafés und Boutiquen ist die ehemalige Französische Konzession ideal.

Ein praktischer Tipp für Xiaolongbao: Sie kommen frisch und dampfend heiß – lass sie kurz abkühlen, sonst verbrennst du dich an der Brühe. Ein Schälchen mit schwarzem Reisessig und Ingwerstreifen gehört traditionell dazu.

Auch in der internationalen Metropole Shanghai sind viele authentische Lokale und Frühstücksstände nur auf Chinesisch beschriftet – ein Foto der Speisekarte zum Übersetzen hilft dir, Füllungen und Gerichte zu verstehen und ohne Sprachbarriere genau das Richtige zu bestellen.

Plane für Shanghai drei bis vier Tage ein und kombiniere die Stadt mit einem Ausflug in eine der idyllischen Wasserstädte (Zhujiajiao) im Umland.

Beste Reisezeit

Oktober und November sind das beste Fenster: klar, mild und trocken. Der Frühling, März bis Mai, ist ebenfalls angenehm, wird aber im Juni von der Pflaumenregenzeit abgelöst. Der Sommer ist heiß und drückend schwül, mit Taifunausläufern zwischen Juli und September. Der Winter ist feucht-kalt und selten verschneit, dafür sind die Klassiker der Stadt – Soupdumplings, geschmorte Gerichte, heiße Suppen – dann am überzeugendsten. Meide die Nationalfeiertagswoche Anfang Oktober und das Frühlingsfest, wenn du nicht früh gebucht hast.

Praktisches vor Ort

Die U-Bahn ist eines der größten Netze der Welt, sehr günstig und durchgehend auch auf Englisch beschildert; an den Zugängen gibt es Sicherheitskontrollen. Bezahlt wird fast überall per Handy-App, und beide großen Anbieter lassen sich inzwischen mit ausländischen Karten verknüpfen – richte das vor der Reise ein, denn Bargeld ist vielerorts unbeliebt. Der Maglev bringt dich vom Flughafen Pudong in gut acht Minuten bis zur Endstation. Trinkgeld ist unüblich. Für die Uferpromenade Bund lohnt der frühe Morgen, wenn Tai-Chi-Gruppen den Platz haben, und die Xiaolongbao isst man vorsichtig: erst die Haut anstechen, Brühe trinken, dann essen.