Hoi An kulinarisch – Cao Lau, Altstadt und Reisetipps für Vietnam
Hoi An ist eine der bezauberndsten Städte Vietnams – ein ehemaliger Handelshafen, dessen Altstadt heute abends von tausenden bunten Seidenlaternen erleuchtet wird. Die Küche Zentralvietnams ist eigenständig und kennt einige Gerichte, die es so nur hier gibt.
Die wichtigsten Gerichte
- Cao Lau: dicke Reisnudeln mit geschmortem Schweinefleisch, knusprigen Croûtons und Kräutern – das Wasser dafür soll traditionell aus einem bestimmten alten Brunnen stammen, weshalb es das Gericht angeblich nur in Hoi An gibt.
- White Rose (Banh Vac): zarte, durchscheinende Reisteig-Täschchen mit Garnelenfüllung, die wie kleine weiße Rosen geformt sind.
- Mi Quang: gelbe Kurkuma-Reisnudeln mit wenig Brühe, Erdnüssen, Kräutern und Reiscracker.
- Banh Mi: das knusprige Sandwich, in Hoi An besonders berühmt.
Wo du essen und bummeln solltest
Das Herzstück ist die autofreie Altstadt mit ihren gelb getünchten Kaufmannshäusern, der überdachten japanischen Brücke und den vielen kleinen Garküchen. Schlendere am Ufer des Thu-Bon-Flusses entlang, wo abends Boote mit Laternen fahren. Für authentisches Streetfood lohnt sich auch der lokale Markt von Hoi An am Morgen.
Ein praktischer Tipp: Viele der besten Cao-Lau- und Banh-Mi-Stände sind winzig und haben nur zu bestimmten Tageszeiten geöffnet – frage am Vormittag nach den lokalen Empfehlungen. Im Restaurant prüfe, ob ein „service charge" auf die Rechnung kommt.
Die Karten der kleinen Lokale und Marktstände sind oft nur auf Vietnamesisch geschrieben – ein Foto der Speisekarte zum Übersetzen hilft dir, die regionalen Spezialitäten wie Cao Lau und Mi Quang sicher zu erkennen und zu bestellen.
Plane für Hoi An zwei bis drei Tage ein, miete ein Fahrrad für die Reisfelder ringsum und genieße den Sonnenuntergang am nahen An-Bang-Strand.
Beste Reisezeit
Februar bis Mai ist das beste Fenster: trocken, warm und angenehm für die Altstadt und den Strand. Der Sommer ist heiß und schwül, aber weiterhin trocken. September bis Dezember ist Regenzeit, und Hội An liegt an einem Fluss, der regelmäßig über die Ufer tritt – im Oktober und November stehen Straßen der Altstadt gelegentlich wirklich unter Wasser, dann fahren Boote durch die Gassen. Plane nach dem Mondkalender: Am Vollmondabend jeden Monats bleibt die Altstadt weitgehend ohne elektrisches Licht und wird nur von Seidenlaternen erhellt.
Praktisches vor Ort
Die Altstadt ist klein, fußgängerfreundlich und zeitweise für Motorräder gesperrt; für das Betreten des historischen Kerns gibt es ein Sammelticket, das mehrere Häuser, Versammlungshallen und die Japanische Brücke abdeckt. Fahrräder sind die naheliegende Fortbewegung, auch zum Strand von An Bàng, rund vier Kilometer entfernt. Da Nang und die Marmorberge sind etwa eine Stunde entfernt. Bezahlt wird in Dong, Preise in Menüs kürzen die Währung oft ab, und Märkte bleiben bargeldorientiert. Trinkgeld ist nicht üblich, wird aber gern genommen. Hội An ist zudem die Schneiderstadt Vietnams – seriöse Anfertigungen brauchen mehrere Anproben, nicht ein paar Stunden.